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Interview Schrimper 2001

Interview Schrimper 2001
Artikel vom:
13.12.2001
Quelle:
Streiflichter
Autor:
Tim Weyer
Rubrik:
Sport

Artikel Inhalt

"Trainer Shin In Shik ist eine große Ehre für

unsere Sportgemeinschaft“

Interview mit Torsten Schrimper - Kassenwart bei der SG Taekwondo Dülmen e.V.

Dülmen. Taekwondo erfreut sich auch in Dülmen einer immer größeren Beliebtheit. Die Sportgemeinschaft Taekwondo Dülmen e. V. hat aufgrund vieler Neuzugänge in den vergangenen Jahren bereits 60 Mitglieder. Anlässlich der Gürtelprüfungen in der Overberghalle am vergangenen

Samstag unterhielt sich Streiflichter-Mitarbeiter Tim Weyer mit Torsten Schrimper, dem Kassenwart des Vereins, ganz allgemein über diese Sportart und die Entwicklung des Vereins.

 

Streiflichter: Herr Schrimper, in ihrem Verein arbeitet seit einigen Monaten Shin In Shik als Trainer, der insgesamt 15 Jahre das Amt des Bundestrainers innehatte. Was bedeutet es für Ihren Verein, eine solche Persönlichkeit in den eigenen Reihen zu haben?

 

Torsten Schrimper: Das ist ein ganz großes Glück für uns alle. Er gilt als einer der besten Trainer in Europa und ist Großmeister und Träger des 8. Dans. In Deutschland gibt es höchstens acht oder neun

Personen, die diesen Meisterrang vorweisen können. Auch auf internationalen Turnieren ist er eine ganz große Koryphäe.

 

Streiflichter: Wie ist es denn möglich , eine solche Persönlichkeit als Trainer zu gewinnen und was bedeutet es, Träger des achten Dans zu sein?

 

Torsten Schrimper: Shin In Shik wohnt in Essen und arbeitet vollberuflich als Taekwondo-Trainer. Ich habe ihn auf einem Turnier kennengelernt und später gehört, dass er eine Trainerstunde frei hat.

Da sind wir mit ihm in Kontakt getreten. Träger des achten Dans zu werden gelingt nur ganz wenigen. Shin In Shik hat den ersten bis zum sechsten Dan durch sportliche Leistungen erreicht. Der siebte und der achte Dan wurde ihm aufgrund seiner Verdienste für diese Sportart verliehen.

 

Streiflichter: Viele Leser werden sich unter der Sportart Taekwondo wenig vorstellen können. Bitte grenzen Sie Taekwondo von weiteren Kampfsportarten ab.

 

Torsten Schrimper: Karate ist mit Taekwondo vergleichbar, in der Regel wird aber nicht so hart  trainiert. Während das Ursprungsland für Taekwondo Korea ist, kommt Karate aus dem chinesischen

Raum. Beim Judo kommen viel mehr Kontakte durch Hebel und Würfe zustande. Dies ist auch beim Jiu Jitsu so, das Elemente des Judos enthält. Beim Kickboxen liegt der Schwerpunkt im Kampf, während beim Taekwondo vor allem bei den niedrigeren Gürteln mehr bei den Grundtechniken liegt.

 

Streiflichter: Auch beim Taekwondo gibt es verschiedene Gürtelfarben. Mit welcher Gürtelfarbe beginnt der Anfänger und was kann er durch fleißiges Training erreichen?

 

Torsten Schrimper: Bei den ersten Gürtelprüfungen müssen die Prüflinge vor allem die Grundtechniken zeigen. Es beginnt mit dem weißen Gürtel, gefolgt von der gelben Schärpe, dem gelben Gürtel, der grünen Schärpe, dem grünen Gürtel, der blauen Schärpe und dem blauen Gürtel. Alldiese Gürtel gelten noch als Anfängergürtel, wobei der Übergang sicherlich fließend ist. Nun folgen die braune Schärpe (3. Cup), der braue Gürtel (2. Cup), die schwarze Schärpe (I. Cup) und der Schwarz-Gürtel (I. Dan).

 

Streiflichter: Heute haben in der Overberghalle GürteIprüfungen stattgefunden. Sind diese aus der Sicht des Vereins erfolgreich verlaufen?

 

Torsten Schrimper: 24 Sportlerinnen und Sportler haben sich zu den Prüfungen angemeldet, 22 sind gekommen. Erfreulich ist, dass alle ihre Prüfungen bestanden haben. Katrin Reidegeld, Judith Kamuf, Verena Große Wiesmann und Roman Wallner waren so gut, dass sie gleich eine Prüfung überspringen konnten.

 

Streiflichter: An wen können sich Interessierte wenden, wenn Sie diesen Sport genauer kennen lernen

möchten?

 

Torsten Schrimper: Als Ansprechpartner stehen in DüImen Thomas Thiehoff (Tel. 8 00 04), Thomas Telsemeyer (Tel. 8 65 95) und ich (Tel. 9 8680) gerne zur Verfügung. Aber wer Lust hat, kann auch

einfach beim Training vorbeischauen.

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